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uniVersa: Überdurchschnittliches Wachstum

Autor: Dr. rer. nat. Melanie Hahn am: 06.08.2012

Im letzten Geschäftsjahr verzeichneten die privaten Krankenversicherungen (PKV) einen Rückgang der Beitragseinnahmen um 0,4% - doch nicht alle Unternehmen mussten Einbußen hinnehmen. So teilt die uniVersa Krankenversicherung nun mit, dass sie im letzten Jahr ein Wachstum verzeichnen konnte.

Insgesamt berichtet die uniVersa von Beitragseinnahmen in Höhe von 505,5 Millionen Euro, das entspricht einer Steigerung von 2,8% im Vergleich zum Vorjahr (491,9 Millionen Euro). Auch die Zahl der Vollversicherten stieg leicht an: Insgesamt gibt es nun 143.288 Personen, die bei der uniVersa krankenversichert sind - das sind 0,9% mehr als im Jahr zuvor. Auch bei den Zusatzversicherungen wurde ein Plus verzeichnet, hier stieg vor allem die Zahl der Pflege- und Zahnzusatzversicherungen an.

Besonders erfolgreich war der sogenannte Beitragsentlastungstarif des Unternehmens, allein in der zweiten Jahreshälfte 2011 konnte dieser über 5500 Mal abgeschlossen werden. Mit diesem Tarif zahlen die Kunden einen Zuschlag zur laufenden Prämienzahlung, um ihre Beiträge im Alter deutlich zu senken. Der Tarif wird steuerlich gefördert, allerdings gibt es von Verbraucherschützern auch kritische Stimmen.

Insgesamt stieg die Zahl der Versicherungsleistungen um 2,1% auf 259,4 Millionen Euro. Die Verwaltungskostenquote der uniVersa lag bei 3,0% und die Abschlusskostenquote bei 9,0%. Der Gewinn nach Steuern betrug im letzten Jahr 63,4 Millionen Euro, dies war das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 wurde nur ein Gewinn von 59,9 Millionen Euro erzielt. Darüber hinaus konnte die Solvabilitätsquote auf 405% ausgebaut werden.

uniVersa sieht in den aktuellen Zahlen die Bestätigung dafür, dass die PKV "durch die Bildung von Alterungsrückstellungen eine Vorbildfunktion bei den demografischen Herausforderungen einer immer älter werdenden Gesellschaft" hat, heißt es in der entsprechenden Mitteilung. Für den Vorstandsvorsitzenden Gerhard Glatz hat sich das Nachhaltige Prinzip der Kapitaldeckung somit "auch in Zeiten der Banken- und Eurokrise als stabil erwiesen". Allerdings forderte er in diesem Zusammenhang auch eine Vorsorgewende (ähnlich der Energiewende), bei der die Privatvorsorge in verschiedenen Bereichen wie Krankheit und Pflegebedürftigkeit, staatlich gefördert werden müsse.

Die uniVersa Krankenversicherung a.G. wurde im Jahr 1843 gegründet und ist damit die älteste private Krankenversicherung in Deutschland.



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