PKV Nachrichten

Stiftung Warentest: Tipps für private Zusatzversicherungen

Autor: Dr. rer. nat. Melanie Hahn am: 14.01.2011

Fast ein Fünftel der jährlichen Einnahmen der Privaten Krankenversicherer (PKV) stammen aus Zusatzpolicen. Alleine im Jahr 2009 waren dies rund 6 Milliarden Euro. Die Stiftung Warentest nimmt regelmäßig verschiedene Zusatzversicherungen unter die Lupe und klärt darüber auf, welche Policen sich wirklich lohnen und auf welche man getrost verzichten kann.


Wer sich für private Zusatzversicherungen der PKV interessiert, sollte wie bei allen Versicherungen die Leistungen und Konditionen der verschiedenen Anbieter genau prüfen und miteinander vergleichen, hier kann man viel Geld sparen und muss trotzdem nicht auf die gewünschten Leistungen verzichten.

Grundsätzlich rät die Stiftung Warentest sich bei der Fälle von Zusatzversicherungen zu fragen, ob es zu einem finanziellen Engpass kommen würde, wenn man die Leistung im Notfall selbst bezahlen müsste. Ist das der Fall, kann eine Zusatzversicherung sinnvoll sein. Hat man für die gewünschten Leistung jederzeit genügend finanziellen Spielraum, ist eine gesonderte Absicherung eigentlich nicht unbedingt notwendig. Generell sollte man genau wissen, welche Leistungen man absichern will: Wer z.B. eine Versicherung sucht, die möglichst hohe Zahnersatzleistungen sucht, ist mit einer reinen Zahnpolice besser beraten als mit einem Gesamtpaket, in dem außer dem Zahnersatz auch noch Zuzahlungen für Brille oder Kontaktlinsen, Heilpraktikerbehandlungen und Schutz bei Auslandsreisen enthalten sind. Für wen es dagegen sehr wichtig ist, im Falle einer schweren Erkrankung wie ein Privatpatient behandelt zu werden (bei Klinikaufenthalt Unterbringung im Einzel- oder Zweibettzimmer, Anspruch auf Chefarztbehandlung), für den ist eine Krankenhauszusatzversicherung sinnvoll. So unterschiedlich wie die Menschen selbst, so unterschiedlich auch die Angebote. Deshalb ist eine individuelle Auswahl gerade bei Zusatzpolicen sehr wichtig.

Auch bei PKV-Zusatzversicherungen gilt, dass sie möglichst frühzeitig abgeschlossen werden sollten, laut Stiftung Warentest am besten spätestens mit Anfang 40. Im Seniorenalter werden vor allem Krankenhaus- und Pflegezusatzversicherungen schnell sehr teuer. Die Stiftung Warentest rät zudem davon ab, Policen privater Versicherer bei der gesetzlichen Krankenkasse abzuschließen, denn diese sind meistens nicht die beste Wahl. Wer leistungsstärkere Tarife sucht, sollte sich lieber direkt an die Spitzenreiter aus den Tests wenden.



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