PKV Nachrichten

Stiftung Warentest: Leistungsmängel bei PKV-Billigtarifen

Autor: Alena Martine am: 16.03.2011

In der April-Ausgabe der Zeitschrift "Finanztest" weist die Stiftung Warentest darauf hin, dass manche Billigangebote von privaten Krankenversicherungen (PKV) große Leistungsmängel enthalten. Dazu gehört z.B. dass Arzthonorare nur bis zu einem bestimmten (niedrigen) Gebührensatz erstattet werden und der Versicherte die Differenz zur Rechnung selbst bezahlen muss. Auch für Zähne sind die jährlichen Obergrenzen niedrig angesetzt und manche Behandlungen wie z.B. eine Psychotherapie oder manche Heilmittel wie z.B. Krankengymnastik werden grundsätzlich nicht übernommen, kritisiert die Stiftung Warentest.

Die Experten raten dringend davon ab, bei der Auswahl des PKV-Tarifs ausschließlich auf den Preis zu achten und die Leistungen nicht zu berücksichtigen. Wer beispielsweise für 100 Euro im Monat privat krankenversichert sein will, muss Leistungseinbußen hinnehmen. Das sollte niemand auf die leichte Schulter nehmen, denn auf umfassende Versicherungsleistungen zu verzichten und darauf zu vertrauen, dass man diese sowieso nicht brauche, ist leichtsinnig. Im Fall der Fälle muss der Patient nämlich selbst draufzahlen und je nach Behandlung kann das richtig teuer werden.

Wer sich in der PKV versichern lassen möchte, sollte die Leistungen sorgfältig überprüfen, denn einmal entschieden, kann der Vertrag in der Regel nicht mehr abgeändert werden. Insbesondere wenn der Krankheitsfall schon eingetreten ist, können keine zusätzlichen Leistungen mehr nachversichert werden und auch der Selbstbehalt kann dann nicht mehr gesenkt werden. Im Übrigen steigt mit zunehmendem Alter auch die Beitragshöhe, das sollte man beim Abschluss der Versicherung bedenken, um später keine böse Überraschung zu erleben.

Deshalb ist vor der Entscheidung für einen bestimmten Tarif immer ein unabhängiger Vergleich der Leistungen und Beiträge durchzuführen, um ein gutes und günstiges Angebot zu finden, bei dem das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Grundsätzlich empfiehlt die Stiftung Warentest immer solche Tarife, deren Leistungen mindestens dem Umfang der gesetzlichen Krankenkassen entsprechen.



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