PKV Nachrichten

Recht auf Tarifwechsel nach Beitragserhöhungen in der PKV

Autor: Thommy Oliver am: 08.12.2011

Jedes Jahr im November informieren die privaten Krankenversicherungen (PKV) ihre Kunden über die Beitragshöhe im kommenden Jahr. Während die Beiträge für einige Versicherte gleich bleiben, müssen andere ein paar Euro und wieder andere mehrere hundert Euro monatlich mehr zahlen. Einige Anbieter haben für das kommende Jahr massive Beitragserhöhungen von bis zu 40% in manchen Tarifen angekündigt. Diese müssen von den Versicherten jedoch nicht einfach hingenommen werden. Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV) weist darauf hin, dass jeder Versicherte das Recht hat, aufgrund von Beitragserhöhungen in einen anderen Tarif seiner Versicherung zu wechseln. Durch einen Wechsel des Tarifs kann der monatliche Versicherungsbeitrag deutlich verringert werden.

In der Regel ist bei einem Tarifwechsel bei dem gleichen Anbieter keine erneute Gesundheitsprüfung erforderlich und auch die bis dahin angesammelten Altersrückstellungen bleiben erhalten. Verbraucherschützer wissen, dass viele Unternehmen einen solchen Tarifwechsel nicht gerne sehen und sich deshalb dagegen sträuben. Deshalb raten Experten den Privatversicherten, ihre Versicherung schriftlich dazu aufzufordern (und auch darauf zu bestehen), dass ihnen ein günstigerer Tarif vorgeschlagen wird. Es empfiehlt sich, hierfür eine angemessene Frist zu setzen. Sollten dennoch Probleme auftreten, können sich die Versicherten an den für private Kranken- und Pflegeversicherungen zuständigen Ombudsmann wenden.

Es wird jedoch davon abgeraten, bei Beitragserhöhungen überstürzt den Tarif zu wechseln. Vor der Entscheidung sollte immer ein sorgfältiger Versicherungsvergleich durchgeführt werden, denn meist gibt es zwischen den Tarifen Unterschiede im Leistungsumfang. Dieser kann im günstigeren Tarif geringer, aber auch höher sein, deshalb sollten Versicherte dies genau prüfen. Ist der Leistungsumfang des günstigeren Tarifs größer, dürfen die Versicherungen einen Risikozuschlag erheben oder eine Wartezeit verlangen. Wer dies umgehen möchte, sollte einen Leistungsausschluss vereinbaren.

Von einer reinen Erhöhung der Selbstbeteiligung als Reaktion auf die Erhöhung von Versicherungsbeiträgen, raten Experten ab. Grund: Da niemand weiß, ob er im nächsten Jahr häufiger zum Arzt muss, kann die höhere Selbstbeteiligung höhere Mehrkosten nach sich ziehen.



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