PKV Nachrichten

Private Krankenversicherung - Beitragsanpassungen für Beamte

Autor: Dr. rer. nat. Melanie Hahn am: 10.02.2011

In der jüngsten Vergangenheit mussten auch immer mehr private Krankenversicherungen aufgrund der steigenden Kosten im Gesundheitssystem ihre Beiträge anpassen, um die vertraglich vereinbarten Leistungen weiterhin anbieten zu können. Medienberichten zufolge sind nun auch Beamte und Angestellte von den Beitragserhöhungen in der PKV betroffen, denn in den nächsten Monaten sollen Beihilfetarife um bis zu 35% erhöht werden. Um wieviel Prozent die Tarife erhöht werden, hängt von den einzelnen Versicherungsunternehmen ab, sie schwanken von 5-10% und bis zu 35%.

Beihilfetarife der PKV können von beihilfeberechtigten Personen, also Angestellte und Beamte des öffentlichen Dienstes, in Anspruch genommen werden. In diesen Fällen übernimmt der Dienstherr im Krankheitsfall einen Teil der Kosten. Die Höhe der Beihilfe ist in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich hoch. Kosten, die über diese Beihilfe hinaus gehen, müssen entweder von dem Beamten/Angestellten selbst getragen werden oder sind über den Beihilfetarif der PKV abgesichert.

Versicherte, die von den Beitragserhöhungen betroffen sind, erhalten in den nächsten Tagen von ihrer Versicherung eine entsprechende Mitteilung. Versicherte, die diese Beitragserhöhungen nicht hinnehmen möchten, haben ein Sonderkündigungsrecht. Ein Wechsel innerhalb der PKV sollte jedoch gut überlegt sein, da die Beiträge mit zunehmendem Eintrittsalter steigen und ein Wechsel des Anbieters nicht zwangsläufig die günstigste Alternative ist. Außerdem können einige der bisherigen Beitragsrückstellungen verloren gehen, die in der bisherigen Versicherung erworben wurden.

Es besteht aber auch die Möglichkeit in einen günstigeren Tarif des gleichen Anbieters zu wechseln. Dies kann der Anbieter bewilligen oder verweigern. Eine weitere Alternative ist, den Selbstbehalt zu erhöhen oder in den Basistarif zu wechseln. Die Aufnahme in diesen Tarif darf kein Anbieter ablehnen, hier ist der Leistungsumfang in diesem Tarif in der Regel auf die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen beschränkt. Allerdings gilt dies auch für den Höchstsatz der Beiträge, auch dieser darf nicht über dem der GKV liegen.

Experten beurteilen das Sonderkündigungsrecht nach einer Beitragserhöhung positiv, da es die Konkurrenz unter den Anbietern belebt und den Verbrauchern ermöglicht, sich nach einem breiteren oder besseren Leistungsspektrum umzusehen oder aber auf für sie überflüssige Leistungen zu verzichten.



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