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PKV auch bei Teilzeit möglich

Autor: PKV Redaktion am: 18.12.2010

Mit der Gesundheitsreform 2011 und dem darin enthaltenen Krankenkassenfinanzierungsgesetz (GKV-FinG), die zum 1. Januar 2011 in Kraft treten wird, gibt es auch eine Neuregelung zur Privaten Krankenversicherung (PKV) von Teilzeit-Beschäftigten. Demnach dürfen privat versicherte Arbeitnehmer auch dann in ihrer Privaten Krankenversicherung bleiben, wenn sie nach der Elternzeit oder Pflegezeit ihre Arbeitszeit auf Teilzeit reduzieren. Obwohl ihr Einkommen dadurch unter die Versicherungspflichtgrenze fällt, müssen sie nicht in die gesetzliche Krankenversicherung. Für die Versicherten soll so eine Kontinuität in der Versicherung ermöglicht werden.

Bislang war es so, dass privat Versicherte mit entsprechendem Einkommen bei einer Reduzierung ihrer Arbeitszeit und damit auch ihres Einkommens, nur dann einer Pflichtversicherung in der Gesetzlichen Krankenversicherung entgehen konnten, wenn sie nachweisen konnten, dass ihr Einkommen in den fünf vorherigen Jahren durchgehend über der Jahresarbeitsentgeltgrenze lag. In den meisten Fällen konnte diese Voraussetzung nicht erfüllt werden und die Betroffenen mussten in die GKV. Einzige Ausnahme: Die Teilzeitbeschäftigung wurde schon während der Eltern- oder Pflegezeit ausgeübt, dann gab es eine Option zur Befreiung von der Versicherungspflicht in der GKV.

Das soll sich nun ändern: Auf Antrag können Arbeitnehmer dann auch von der Versicherungspflicht in der GKV befreit werden, wenn sie die Teilzeitbeschäftigung erst nach der beruflichen Auszeit aufnehmen. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie den Arbeitgeber wechseln oder nur den Beschäftigungsumfang ändern. Die Voraussetzung, die letzten fünf Jahre über der jährlichen Arbeitsentgeltgrenze zu liegen gilt zwar weiterhin, aber die Eltern- oder Pflegezeit wird dann als versicherungsfreie Zeit gewertet. Eine Befreiung von der gesetzlichen Versicherungspflicht muss allerdings immer innerhalb einer Frist von drei Monaten beantragt werden. Der Antrag muss an die Krankenversicherung gestellt werden, an die auch die Sozialversicherungsbeiträge abgeführt werden.

Das neue Gesetz wurde am 12. November 2010 vom Bundestag beschlossen und wird heute, am 17. Dezember, den Bundesrat passieren, dessen Zustimmung nicht erforderlich ist.



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