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PKV-Beiträge steigen 2011 um durchschnittlich 7%

Autor: PKV Redaktion am: 07.01.2011

Medienberichten zufolge müssen die Versicherten in der Privaten Krankenversicherung (PKV) in diesem Jahr mit Beitragssteigerungen von durchschnittlich 7% rechnen. Das hat eine Berechnung der Analysefirma Morgen & Morgen ergeben und ist die bislang höchste ermittelte jährliche Branchensteigerung. In den letzten zehn Jahren stiegen die Beiträge im Durchschnitt lediglich um knapp 5%. Die Beiträge in den gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) steigen im kommenden Jahr im Mittel um 4%.

Laut Morgen & Morgen, die über 3000 Tarife für private Krankenvollversicherungen analysiert haben, beträgt die Steigerung für Männer bis zu 34% und bei Frauen bis zu 23%. Für manche Tarife werden die Beiträge auch gesenkt, allerdings nur um höchstens 6%. Die Beitragssteigerungen, die für die PKV berechnet wurden, beziehen sich auf jene Policen, die in diesem Jahr neu abgeschlossen werden. Jedoch könne dieser Preisanstieg durchaus als Indikator für die Beitragssteigerungen für bestehende Verträge angesehen werden, heißt es von Experten. Begründet wird die Preiserhöhung mit dem kräftigen Anstieg der Ausgaben in der PKV. Bislang gibt es für die PKV - anders als bei den gesetzlichen Krankenkassen - kaum Möglichkeiten, die Ausgaben nachhaltig zu reduzieren: Für sie gibt es keine Steuerzuschüsse und sie dürfen ihren Versicherten auch nicht ohne weiteres die bereits vereinbarten Leistungen kürzen.

CSU-Gesundheitspolitiker Johannes Singhammer hat die erwarteten Beitragssenkungen Ende Dezember scharf kritisiert. Insbesondere für Versicherte ohne großes Einkommen wie Beamte oder Pensionäre würden sie eine erhebliche Belastung darstellen, erklärte er der "Welt kompakt". Singhammer plädiert auch für die von der PKV geforderten Öffnungsklauseln, mit denen die Versicherungen jenseits der gesetzlichen Gebührenordnungen mit den Ärzten die Preise für medizinische Leistungen aushandeln können.

Eine offizielle Stellungnahme zu den Berechnungen von seiten des PKV-Verbands gibt es bislang nicht. Ein Sprecher verwies lediglich darauf, dass viele Versicherte lange Zeit keine Erhöhung ihrer Beiträge hatten und dass die Versicherer gesetzlich gezwungen währen, die Beiträge zu erhöhen, wenn die Kosten eine bestimmte Erhöhung erreicht hätten.



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