PKV Nachrichten

Ombudsmann der PKV verstorben

Autor: Alena Martine am: 17.02.2012

Dr. Dr. h.c. Klaus Theo Schröder, der Ombudsmann der privaten Krankenversicherungen (PKV) ist am Sonntag, nur wenige Tage nach seinem 64. Geburtstag, verstorben. Medienberichten zufolge soll er an den Folgen eines Krebsleidens verstorben sein.

Der studierte Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaftler war von 2001 bis 2009 die rechte Hand der damaligen Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). Vorher war er in den Ministerien für Arbeit und Soziales in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Thüringen tätig. Als Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium arbeitete Schröder an vielen Reformen mit, unter anderem an der Einführung der sogenannten DRG (= Diagnosis Related Groups, dt.: diagnosebezogene Vergütung in Krankenhäusern) und am Gesundheitsfonds. Nach seiner Tätigkeit im Ministerium wurde er von den Gesellschaftern der Betreibergesellschaft Gematik der elektronischen Gesundheitskarte (E-Card) zum Schlichter berufen, um in dieser Frage zwischen Krankenkassen und Ärzten zu vermitteln. Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank-Ulrich Montgomery, lobte Schröder als "immer fair in der Sache und ein ehrbarer Streiter im wohlgemeinten Interessenausgleich".

Ab dem 1. Januar 2011 war Schröder als Ombudsmann für die PKV tätig. Reinhold Schulte, der Vorsitzende des PKV-Verbands, ließ in einer Pressemitteilung verlauten, dass die Nachricht vom Tod Schröders "bei den Mitgliedern und Mitarbeitern des PKV-Verbandes große Bestürzung und Trauer ausgelöst" habe. Er betonte Schröders Einsatz bei dieser Tätigkeit, dem es zu verdanken sei, "dieses Angebot einer neutralen, kostenfreien Schlichtung im Bewusstsein der Privatversicherten zu verankern". Schröder habe stets "faire und tragfähige Lösungen und befriedigende sowie befriedende Ergebnisse für alle Seiten" erzielen können und sich "in kurzer Zeit viele Verdienste und großen Respekt erworben". Dr. Schröder habe "wertvolle Impulse gegeben und wichtige Strukturen mitgeprägt, die seinen Tod überdauern werden". Schulte erklärte, dass die PKV ihm ein ehrendes Andenken bewahren werde.

Auch die SPD-Bundestagsfraktion zeigte sich von der Nachricht von Schröders Tod tief betroffen. Der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Karl Lauterbach, bezeichnete Schröder als "aufrichtigen und sehr kompetenten Fachmann", der von allen "als ein Mensch mit Charakter und Humor und großer Fachkenntnis" geschätzt wurde.



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