PKV Nachrichten

KKH-Allianz und Allianz PKV beenden Kooperation

Autor: Thommy Oliver am: 31.01.2012

Ab 2013 gehen die KKH-Allianz und die Allianz Private Krankenversicherung (PKV) getrennte Wege, zum Jahresende soll die im April 2009 begonnene Zusammenarbeit einvernehmlich eingestellt werden. Wie die Ärztezeitung schreibt, ist damit wohl "die spektakulärste Kooperation zwischen einer gesetzlichen Krankenkasse und einem privaten Krankenversicherer gescheitert". Gegenüber daz.online erklärte die KKH-Allianz, dass bislang abgeschlossene private Zusatzversicherungen auch über das Kooperationsende hinaus bestehen bleiben und dass bis zum 31.12.2012 auch noch weiterhin Verträge über Zusatzleistungen abgeschlossen werden können.

Das Ziel der gesetzlichen Krankenkasse und der PKV war es, weit über die sonst übliche Vertriebskooperation hinauszugehen und vor allem im Bereich Versorgungsmanagement, Kosten- und Ressourcenmanagement eng zusammenzuarbeiten. Sprecherin Daniela Preußer bezeichnet die Idee noch immer als gut, aber die Umsetzung konnte nicht wie gewünscht erfolgen, was vor allem an externen Gründen wie den "schwieriger gewordenen politischen Rahmenbedingungen" gelegen habe.

Die Versicherungen erklärten, dass sich deshalb beiderseits die Erwartungen an die Zusammenarbeit "nur teilweise erfüllt" hätten. Das wundert den Chef der AOK Rheinland/Hamburg, Wilfried Jacobs, nicht. Für ihn hatten beide Partner "viel zu hohe Erwartungen an die Zusammenarbeit", insbesondere die Pläne für ein gemeinsames Versorgungsmanagement seien unrealistisch gewesen. Die Begründung der Kooperationspartner, dass eine Umsetzung aufgrund der Veränderungen in den rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen nicht möglich gewesen sei, kann er nicht nachvollziehen, da sich hier in den letzten drei Jahren "nicht sehr viel verändert" habe.

Die KKH-Allianz ist mit 1,8 Millionen Versicherten die elftgrößte deutsche Krankenkasse und hat ihren Hauptsitz in Hannover. Ihr Haushaltsvolumen beträgt knapp 5 Milliarden Euro pro Jahr, im letzten Jahr musste die Kasse einen Zusatzbeitrag erheben. Sie soll nach dem Ende der Zusammenarbeit nicht mehr KKH-Allianz heißen, der neue Name stehe allerdings noch nicht fest. Preußer kündigt an, dass sich die Kasse einen neuen privaten Partner suchen wird, um mit ihm eine "ganz normale Vertriebskooperation" einzugehen. Die Allianz PKV mit Hauptsitz in München hat 2,4 Millionen Versicherte und ist nach eigenen Angaben der drittgrößte Anbieter auf dem Markt der privaten Krankenversicherungen in Deutschland.



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