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Debeka will Versicherten 345 Mio Euro zurückerstatten

Autor: Alena Martine am: 04.06.2012

Die Debeka konnte - gemessen an der Zahl der Versicherten - ihre Marktführerschaft unter den privaten Krankenversicherungen (PKV) im letzten Jahr weiter ausbauen. Inzwischen sind 2,2 Millionen Menschen bei dem Unternehmen eine Kranken-Vollversicherung. Auch in diesem Jahr verzeichnet der Konzern weiteren Mitgliederzuwachs: Fast jeder zweite Versicherte, der neu in die PKV eintritt, wählt die Debeka; bislang sind es 15.000 neue Versicherte.

In einer aktuellen Pressemitteilung kündigt die Debeka an, ihre erzielten Überschüsse an die Versicherten zurückzuzahlen. Anfang September wird sie - ohne Aufforderung - 345 Millionen Euro an die Versicherten zurückzuerstatten, die im letzten Jahr keine Rechnungen eingereicht, also keine Leistungen von der Debeka in Anspruch genommen haben. Dies betrifft mehr als 445.000 Mitglieder. Mit einer solchen Beitragsrückerstattung will die Debeka "nachhaltiges und kostenbewusstes Verhalten" fördern und ihre Versicherten gleichzeitig an den hohen Überschüssen beteiligen, die der Konzern z.B. mit seinen Kapitalanlagen erwirtschaftet.

Debeka-Vorstandsvorsitzender Uwe Laue erklärt, dass für die Debeka die Beitragsrückerstattung eine Selbstverständlichkeit sei, da die Überschüsse ja überhaupt erst durch die Mitgliederbeiträge erzielt werden können. Er weist darauf hin, dass "gemäß unserer Satzung stehen die Gewinne ausschließlich unseren Versicherten zu". In den letzten 10 Jahren hat die Debeka ihm zufolge ihren Versicherten fast 3 Milliarden Euro zurückerstattet.

Laue kritisiert in diesem Zusammenhang, dass nicht auch die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) ihre Überschüsse an die Versicherten zurückzahlen. Die GKV erhält staatliche Unterstützung aus dem Bundeshaushalt - die letztlich von den Steuerzahlern stammen - und Überschüsse sollte nach Laues Ansicht auch zumindest wieder den Versicherten zugutekommen. Er geht sogar noch einen Schritt weiter und weist darauf hin zu erwägen, diese Überschüsse wieder zurück in den Bundeshaushalt fließen zu lassen, da auch die PKV-Versicherten mit ihren Steuern die gesetzlichen Krankenkassen subventionieren, aber von einer Beitragsrückzahlung an die GKV-Mitglieder nicht profitieren würden.



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