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Beitragsrückerstattung muss in Steuererklärung berücksichtigt werden

Autor: Alena Martine am: 09.12.2011

Bei vielen Tarifen der privaten Krankenversicherung (PKV) gibt es die Möglichkeit der Beitragsrückerstattung. Das bedeutet, dass Versicherte, die innerhalb eines Jahres keine Leistungen von der PKV in Anspruch nehmen, einen Teil ihrer Beiträge zurückerstattet bekommen. Wie hoch die Beitragsrückerstattung ausfällt und wann diese gezahlt wird, hängt von dem einzelnen Tarif ab. Die konkreten Bedingungen können in dem jeweiligen Versicherungsvertrag nachgelesen werden. So kann es sich durchaus lohnen, kleinere Posten für Medikamente oder Behandlungen selbst zu bezahlen, um die Beitragsrückerstattung nicht zu gefährden. Allerdings kann sich ein sparsames Verhalten auch negativ auswirken, denn die Beitragsrückerstattung muss in der Steuererklärung berücksichtigt werden.

Dank einer Gesetzesänderung im letzten Jahr können die Beiträge zur Krankenversicherung in der Steuererklärung leichter geltend gemacht werden. Dies ist aber immer nur für tatsächlich bezahlte Beiträge möglich und gilt weder für den Selbstbehalt noch für Beiträge, die von der Krankenversicherung zurückerstattet wurden. So kann es dazu kommen, dass ein Privat Versicherter kleinere Arzt- und Medikamentenrechnungen selbst bezahlt, aber durch die Beitragsrückerstattung weniger steuerlich absetzen kann und so möglicherweise Steuervorteile verspielt.

Experten raten Privatversicherten deshalb immer, genau abzuwägen, ob es sich tatsächlich lohnt, selbst die Kosten für Medikamente und Behandlungen zu tragen, um die Beitragsrückerstattung in Anspruch zu nehmen. Im Zweifel empfiehlt es sich, einen Steuerberater zu Rate zu ziehen. Grundsätzlich gilt, dass Tarife mit Beitragsrückerstattung sowieso nur für Menschen interessant sind, die nicht chronisch krank sind oder häufig zum Arzt gehen. Übrigens: Der Gesetzgeber erlaubt, Medikamente als außergewöhnliche Belastungen steuerlich abzusetzen, allerdings nur dann, wenn die Kosten für die Medikamente den Pauschalbetrag von 7% des Bruttoeinkommens übersteigen.

Auch PKV-Neukunden müssen bei ihrer Entscheidung an die steuerlichen Auswirkungen ihrer Wahl denken. Bislang galt immer, die Beiträge durch einen hohen Selbstbehalt relativ niedrig zu halten. Da die Beiträge steuerlich absetzbar sind und die selbst bezahlten Arzt- und Medikamentenrechnungen jedoch nicht - lohnt sich ein hoher Selbstbehalt eigentlich nicht mehr.



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