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BdV und Verbraucherzentrale warnen vor überstürztem Wechsel in die PKV

Autor: PKV Redaktion am: 29.12.2010

Ab 2011 erlaubt es die neue Gesetzeslage (GKV-Finanzierungsgesetz) schneller und leichter von gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln: Zum einen wurde die Versicherungspflichtgrenze, d.h. das Mindesteinkommen, das für einen Beitritt in die PKV erforderlich ist gesenkt und beträgt ab dem nächsten Jahr 4125 Euro (brutto) monatlich. Zum anderen müssen die Versicherten nicht mehr eine Wartezeit von drei Jahren, sondern nur noch von einem Jahr nachweisen.

Nicht zuletzt wegen der Beitragserhöhungen und Zusatzbeiträge, die viele gesetzliche Krankenkassen schon jetzt oder ab dem kommenden Jahr erheben, überlegen viele Versicherte, in die PKV zu wechseln. Viele Private Krankenversicherungen haben neue Tarife und Angebote in ihr Programm aufgenommen, die aufgrund der günstigen Beiträge und guten Leistungen für Neukunden sehr attraktiv sind.

Doch die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt warnt dringend davor, diesen Wechsel überstürzt zu vollziehen. Sie weist darauf hin, dass die Entscheidung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung oft eine Entscheidung fürs Leben ist, denn eine Rückkehr in die GKV ist nur unter bestimmten Bedingungen möglich. Wieder zurück in die GKV kann nur der, der jünger als 55 Jahre und als Angestellter wieder versicherungspflichtig ist. Eine solche Entscheidung sollte deshalb gut überlegt sein. Bei der Überlegung von der GKV in die PKV zu wechseln, sollten auch zukünftige Pläne miteinbezogen werden, wie z.B. ob die Gründung einer Familie geplant ist und ob dann die Kinder mitversichert werden müssen. Im Gegensatz zur GKV, wo nicht Ehepartner und Kinder automatisch beitragsfrei mitversichert sind, müssen für sie in der PKV eigene Beiträge gezahlt werden.

Den Rat, einen Wechsel in die PKV sorgfältig abzuwägen, gibt auch der Bund der Versicherten (BdV). Der Wechsel sollte nicht ausschließlich aus Kostengründen erfolgen, Wechselwillige sollten vielmehr ihre persönlichen Bedürfnisse, die gesamte Leistungspalette und ihre jetzigen und späteren Bedürfnisse im Auge behalten und die Angebote der PKV miteinander vergleichen.



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