PKV Nachrichten

BdV: Beitragserhöhungen verunsichern Verbraucher

Autor: Thommy Oliver am: 30.12.2011

Der Bund der Versicherten (BdV) berichtet, dass sich unzählige Verbraucher über die teilweise massiven Beitragerhöhungen in der privaten Krankenversicherung (PKV) bei den BdV-Mitarbeitern beschweren und verunsichert sind. BdV-Vorstandvorsitzender Axel Kleinlein weiß von Anrufern, die von Beitragssteigerungen von bis zu 60% berichten und nicht wissen, wie sie diese Beiträge zukünftig aufbringen sollen.

Prämiensteigerungen in der PKV sind nur bei nicht beeinflussbaren Gründen erlaubt. Das ist z.B. der Fall, wenn die Kosten im Gesundheitswesen steigen. Der BdV fordert jedoch, dass zukünftig auch solche Entwicklungen, die nicht beeinflussbar, aber doch vorhersehbar sind, bei der Kostenkalkulation berücksichtigt werden sollen. Konkret sollen die Versicherer von vornherein die höhere Lebenserwartung der Menschen, den medizinischen Fortschritt und die Inflation in die Prämie einrechnen, so Kleinlein. Zwar würden dann die Einstiegsprämien höher ausfallen, aber im Laufe der Zeit würden die Beiträge nur noch moderat steigen.

Den Verbrauchern, die aktuell über eine Beitragserhöhung informiert wurden, hilft das im Moment jedoch nicht. Ihnen bleibt nur die Möglichkeit einen Tarifwechsel bei ihrer Versicherung vorzunehmen. Dabei werden bis dahin erworbene Rechte und Altersrückstellungen in den neuen Tarif mitgenommen. Auf einen Tarifwechsel innerhalb des gleichen Unternehmens hat jeder Versicherte gesetzlichen Anspruch, aber oft verzögern die Unternehmen einen Wechsel oder wollen die Verbraucher umstimmen. Kleinlein rät allen, die in einen neuen Tarif wechseln wollen deshalb, hartnäckig zu bleiben oder sich an den BdV oder eine Verbraucherzentrale zu wenden.

Von einem Wechsel zu einem anderen Anbieter raten Experten allerdings dringend ab. Zwar mögen die Versicherten so einen niedrigeren Beitrag zahlen, doch werden die Altersrückstellungen höchstens anteilig (bei Verträgen nach 2009) oder aber überhaupt nicht (Verträge vor 2009) übertragen. Außerdem kann der neue Versicherer eine erneute Gesundheitsprüfung verlangen, die vielleicht dazu führt, dass Beitragszuschläge erhoben werden oder dass Risikoausschlüsse vorgenommen werden. Deshalb ist ein Tarifwechsel bei dem eigenen Versicherer immer dem zu einem neuen Anbieter vorzuziehen, warnt Kleinlein.



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