PKV Nachrichten

Auch PKV bietet Sparmöglichkeiten im Alter

Autor: Dr. rer. nat. Melanie Hahn am: 02.07.2012

In der Vergangenheit wurde immer wieder kritisiert, dass die Prämien für die Private Krankenversicherung (PKV) im Alter sehr hoch werden, doch das "Handelsblatt" berichtet jetzt exklusiv von einer Studie, die zeigt, dass auch PKV-Versicherte Sparmöglichkeiten im Alter nutzen können.

Die Studie wurde von der KVpro.de GmbH aus Freiburg durchgeführt und hierfür die Altersbeiträge in der PKV bei 20 Versicherungsunternehmen abgefragt. Die Analyse ergab, dass ein Wechsel von der PKV in die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) aus Beitragsgründen keineswegs erforderlich ist. Im Gegenteil: Wenn die Versicherten zur GKV wechseln würden, würden sie mehr Nachteile haben, als wenn sie innerhalb der PKV zu einem anderen Anbieter wechseln würden, warnen die Verfasser der Studie. Wie das "Handelsblatt" berichtet, lautet das Fazit der Studie, dass niemand im Rentenalter 1.000 Euro oder mehr für seine PKV bezahlen muss, wenn er nicht wolle. Es gebe genügend Möglichkeiten, günstiger versichert zu sein, nur würden diese vom Gesetzgeber vorgesehenen Möglichkeiten nicht genutzt werden, heißt es.

Um große Beitragserhöhungen im Alter zu vermeiden, empfehlen die Studienautoren, lieber in den Standardtarif der PKV zu wechseln als zurück in die GKV (was bei PKV-Kunden über 55 Jahren sowieso nicht möglich ist). Bei dem PKV-Standardtarif sind in der Regel nur noch Leistungen versichert, die auch gesetzlich Versicherte von ihrer Krankenkasse bezahlt bekommen. Dafür ist dieser Tarif allerdings auch deutlich günstiger als andere PKV-Tarife und eignet sich somit dazu, Beitragssteigerungen im Alter zu umgehen.

Verbraucherschützer bestätigen, dass der Standardtarif der PKV eine gute Alternative im Alter ist. Gegenüber dem "Handelsblatt" wies Michael Wortberg von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz allerdings auf einen Haken hin: Der Wechsel in den Standardtarif macht nur dann Sinn, wenn der Arzt für die Behandlung des PKV-Versicherten auch nur den Satz der GKV in Rechnung stellt und nicht den für Privatpatienten. Ansonsten kann es nämlich passieren, dass der Versicherte den Großteil der Behandlungskosten aus eigener Tasche zahlen muss.

Der Wechsel in den Standardtarif ist für alle PKV-Versicherte möglich, die bereits vor dem 1. Januar 2009 in der PKV versichert waren - was für den überwiegenden Teil der insgesamt 9 Millionen Privatpatienten gilt. Wer erst nach diesem Stichtag in die PKV gewechselt ist, für den gibt es den sogenannten Basistarif, der ebenfalls dem Leistungsniveau der gesetzlichen Krankenkassen entspricht. Dieser käme für etwa 200.000 Privatpatienten infrage.



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