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Ab 1. Januar neuer PKV-Ombudsmann

Autor: PKV Redaktion am: 31.12.2010

Ab dem 1. Januar gibt es einen neuen Ombudsmann der privaten Kranken- und Pflegeversicherer. Den Posten übernimmt Klaus Theo Schröder (SPD), der zuvor beamteter Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium unter Ministerin Ulla Schmidt (SPD) war. Schröder gilt als "konflikterprobt" und ausgewiesener Experte im Gesundheitswesen. Er war maßgeblich daran beteiligt, die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte voranzutreiben. Volker Leienbach, Direktor des Spitzenverbands der PKV, bescheinigt Schröder "eine hohe Sachkunde" und eine breite Akzeptanz im Gesundheitswesen. PKV-Verbandschef Reinhold Schulte sieht Schröder als eine Person, die "hohes Ansehen und großes Vertrauen bei den Versicherten" genießt. Schröders Vorgänger als Ombudsmann, Helmut Müller, will seine Amtszeit aus Altersgründen nicht mehr verlängern.

Aufgabe des Ombudsmannes ist es, bei Unstimmigkeiten zwischen Versicherten und der privaten Kranken- und Pflegeversicherung zu vermitteln und "möglichst eine Versöhnung erreichen". Er kann jedoch keine verbindliche Entscheidung treffen wie der Versicherungs-Ombudsmann der deutschen Versicherungswirtschaft, sondern nimmt zu den Meinungsverschiedenheiten zwischen Versicherten und Versicherer nur neutral und unabhängig Stellung. Wenn er einen anderen Lösungsansatz vertritt als der beteiligte Versicherer, kann er eine förmliche Empfehlung aussprechen und nachdrücklich um deren Umsetzung bitten. Zwar ist der Versicherer nicht verpflichtet, dieser Bitte nachzukommen, doch in der Regel schließen sich die Versicherer der Empfehlung des Ombudsmannes an. Der Ombudsmann gehört zu dem grenzüberschreitenden außergerichtlichen Beschwerdenetzwerk der Europäischen Kommission in Finanzdienstangelegenheiten FIN-NET.

Im Jahr 2009 wendeten sich rund 5000 Versicherte an den PKV-Ombudsmann. Die Beschwerden betrafen vor allem die Gebühren von Ärzten und Zahnärzten sowie die medizinische Notwendigkeit von Heilbehandlungen und die Erstattung von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln.

Versicherte können den PKV-Ombudsmann online, per Post oder telefonisch erreichen. Um ein Schlichtungsverfahren zu erwirken, muss jedoch eine schriftliche Beschwerde eingereicht werden. Das Schlichtungsverfahren ist für die Versicherten kostenfrei, sie müssen nur die Kosten für Porto, Fax und Telefon und für den Rechtsanwalt tragen, sofern sie eine solche Rechtsvertretung im Verfahren wünschen.



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